#149 Mit Produktivität zu mehr Gesundheit

 

[simple_icon name=“podcasts“]      [simple_icon name=“googlepodcasts“]      [simple_icon name=“spotify“]


Produktivität ist ein wichtiges Puzzlestück um Gesundheit zu erzielen. In meiner eigenen Erfahrung und wenn ich mit meinen Klienten arbeitete, zeigt sich immer wieder, dass aber genau dieses fehlt und fehlende Produktivität zu vielen Problemen führt wenn es darum geht Gesundheit zur Priorität zu machen. 

Im folgenden zähle ich fünf Bereiche auf, die in meiner Erfahrung für mehr Produktivität sorgen:

  1. Decision fatigue vermeiden

    Decision fatigue heißt im Prinzip Erschöpfung von Entscheidungen. Diese Erschöpfung erfahren wir, wenn wir einfach zu viel Auswahl haben, zu oft Entscheidungen treffen müssen. 
    Das fängt schon morgens damit an, dass man sich nicht entscheiden kann was man anzieht. Es gibt einfach zu viel Auswahl!
    Das gleiche gilt für viele andere Lebensbereiche. Wir müssen ständig Entscheidungen treffen, organisieren und haben unglaublich viele Möglichkeiten. 
    Meine Strategien um Decision fatigue zu reduzieren, bzw. komplett zu vermeiden und damit produktiv zu werden, sind folgende:

    – Kleidung am Vorabend rauslegen – das reduziert den Stress am Morgen und nimmt diese erste Entscheidung ab
    – Auswahl an Kleidung reduzieren. Es lohnt sich weniger Auswahl zu haben, dafür aber hochwertige Optionen, die lange halten und sich gut kombinieren lassen. 
    – Die Woche im Voraus zu planen hilft den Überblick zu behalten. Damit vermeidet man zu viele Aktivitäten zur gleichen Zeit zu planen oder sich ständig entscheiden zu müssen – meist für weniger Produktivität und auch weniger Fokus auf die eigene Gesundheit. 
    – Jeden Tag am Vorabend grob planen. Ich persönlich mache das ganz gerne in meinem Papierkalender, doch kann man dafür auch einfach einen Notizblock oder ein Blatt Papier nehmen. Hier kommen alle Pläne und Ziele für den Tag aufs Papier und werden damit klarer und realistischer. 
    – Auch die Mahlzeiten können im Voraus geplant werden. Dabei ist es sinnvoll sich an einem Tag der Woche Zeit zu nehmen und die Mahlzeiten der kommenden Woche durchzuplanen. Damit spart man sich jeden Tag die Entscheidung zu treffen was als nächstes gekocht wird und wenn man dabei auch den Einkauf und bestehende Lebensmittel in Betracht zieht, spart man sich nicht nur Zeit und Stress, sondern auch jede Menge Geld!

  2. Aktivitäten koppeln

    Ein Zeiträuber, der Produktivität fast unmöglich macht, ist Aufgaben in verschiedenen Aufenthaltsbereichen zu erledigen. Immer wieder fällt es mir auf, dass Aufgaben nicht gekoppelt werden, obwohl sie im gleichen Aufenthaltsbereich sind, oder jeden Tag wiederholt werden müssen. Wenn man zum Beispiel jeden Tag ein gekochtes Ei zum Frühstück macht, ist es sinnvoll gleich für die ganze Woche vorzukochen, statt jeden Tag ein einzelnes Ei zu kochen. 
    Auch ist es nicht hilfreich in die Stadt oder in einen bestimmten Laden zu fahren ohne vorher zu überlegen, bzw. sich eine Liste zu machen mit Dingen, die in dieser Gegend, auf dem Weg oder auch in dem Laden selbst zu erledigen sind. Damit spart man sich wiederum nicht nur Zeit, sondern auch Geld und ist grundsätzlich wesentlich produktiver, als für jede Kleinigkeit extra zu fahren. 

    Besonders was Essenszubereitung angeht, macht dieser Tipp einen großen Unterschied um Gesundheit zu erzielen und grundsätzlich frischer zu kochen. So macht man statt der üblichen Menge gleich die doppelte oder dreifache Menge um für zukünftige Mahlzeiten vorzubereiten und diese einzufrieren. Damit kommt man nicht in die Versuchung eine minderwertige Alternative zu einer selbstgekochten Mahlzeit zu nutzen wenn man zeitarm ist. Während man kocht macht es meist auch keinen großen Unterschied, denn man ist sowieso dran und es kostet nicht viel mehr Zeit mehr zuzubereiten. 
    Wenn man sowieso in der Küche arbeitet, kann man auch gleich Snack- oder Frühstücksalternativen zubereiten um sie zur Hand zu haben. Damit hat man häufig mit ein bis zwei Stunden in der Küche den größten Teil der Arbeit für die Woche auf einmal erledigt. Das nenne ich Produktivität!

  3. Ablenkung minimieren

    Jeder, der klagt nicht produktiv zu sein, ist wahrscheinlich ein Opfer von Ablenkungen. Sie kommen in verschiedenen Formen: Social Media, online shopping, Kinder, Telefonate, Freunde, Wäsche, Haushalt, und, und, und…

    Eins meiner liebsten Strategien für dieses Problem ist Block Scheduling. Gelernt habe ich diesen Trick von Jordan Page, die in Sachen Produktivität ein Experte ist. Mit acht Kindern und mehreren Unternehmen weiß sie ganz klar wie sie Produktivität in ihren Alltag einbaut!
    Die Idee ist ganz einfach: 
    Der Tag wird in verschiedene Blöcke eingeteilt, jeder davon ca. 3 Stunden lang. Man überlegt sich im Voraus welche Prioritäten jeder dieser Blöcke hat und plant die Blöcke entsprechend. Wenn der Alarm ankündigt, dass der Block zu Ende ist, sind damit auch alle Aufgaben in diesem Block abgeschlossen und man braucht sich damit nicht mehr zu beschäftigen. Hat man also das unbändige Verlangen zu schauen was es Neues bei Instagram gibt, wartet man damit bis der entsprechende Block dies erlaubt statt ständig die Zeit damit zu verplempern und hat aber auch nicht das Gefühl man hätte niemals Zeit dafür. 

  4. Strategische Pausen planen

    Wenn du im entferntesten ähnlich bist wie ich, arbeitest du ohne Pause bis du nicht mehr klar denken kannst, die Qualität der Arbeit darunter leidet und du einfach sporadische Pausen machst, je nach Gefühl. 
    Klar kann man es auch so machen, doch habe ich für mich persönlich festgestellt, dass strategische Pausen nicht nur zu besserem Arbeitsergebnis führen, sondern auch zu mehr Produktivität. 
    Die meisten Experten empfehlen 90 Minuten Arbeitsblöcke für optimale Produktivität – was ich nur bestätigen kann. Ist die Zeit rum, kann eine Eieruhr oder ein Alarm auf dem Handy dies ankündigen. Die Pause braucht nicht besonders lang zu sein – ein paar Kniebeugen, ein kurzer Spaziergang oder schnell etwas im Haushalt erledigen sind perfekte Aktivitäten für die Pausen. 

  5. Ordnung schaffen

    Unordnung ist ein unglaublicher Zeiträuber und Stressfaktor! Nicht nur nervt es wenn man ewig braucht um den Schlüssel zu finden, sondern es ist nicht hilfreich wenn man Produktivität Teil des Alltags machen möchte. Wenn alles seinen Platz hat und immer an diesen Platz zurückgebracht wird, macht es das Leben so viel einfacher und hilft das Haus ordentlich zu halten ohne ständig das Gefühl zu haben aufräumen zu müssen oder sich zu schämen wenn jemand zu Besuch kommt. 
    Ordnung ist wunderbar für Produktivität und um Klarheit zu bekommen wenn es um Ziele und Projekte geht, die man verfolgen möchte. 

Wie unterstützen diese Bereiche meine Gesundheit?

Ganz klar, die obigen Themen sind sehr stark auf Produktivität ausgelegt und behandeln das Thema Gesundheit nur flüchtig. 
Trotzdem gehen Produktivität und positive Veränderungen in der Gesundheit Hand in Hand. 

  • Stress aufgrund von Chaos im Haus und im Kalender ist einfach zu vermeiden und kann nur mit Produktivität und Organisation beseitigt werden.
  • Gesunde Mahlzeiten kochen sich nicht von selbst und müssen geplant werden. Wird das nicht mit Struktur und Planung in den Alltag integriert, sind gute Vorsätze häufig zum Scheitern verurteilt bevor sie wirklich umgesetzt werden konnten. 
  • Die gesparte Zeit kann mit Familie und Freunden oder auch mit mehr Bewegung im Alltag genutzt werden – ohne schlechtes Gewissen weil so viel liegengeblieben ist. Positive Beziehungen und Bewegung sind entscheidende Pfeiler eines gesunden Lebensstils. 
  • Lebensmittel nutzen statt wegzuwerfen spart unglaublich viel Geld. Genauso wie selber kochen! Dieses Geld kann für Nahrungsergänzungsmittel und Tests sowie Coaching verwendet werden!
  • Lebensmittel verlieren mit Lagerzeit kostbare Nährstoffe. Werden Lebensmittel zeitnah zubereitet und z. Bsp. eingefroren, kann man den größten Teil dieser Nährstoffe konservieren und damit Heilungsprozesse ganz natürlich durch die Ernährung unterstützen. 
  • Die Qualität von Mahlzeiten ist damit auch nicht mehr so stark von der Laune abhängig. Kocht man im Voraus und hat Reserven zur Hand, ist man nicht so schnell versucht nach Fast Food Alternativen zu greifen, die nicht nur teuer, sondern auch gesundheitsschädlich sind!

Will man also seine Gesundheit langfristig unterstützen, kommt man nicht darum herum sich auch mit dem Thema Produktivität zu beschäftigen!

Zum Schluss noch ein paar Tipps:

  • Besorge dir einen (Papier-) Kalender um jeden Abend den kommenden Tag zu planen
  • Nutze einen Onlinekalender (z.B. Google) um Termine festzulegen und lade Familienmitglieder ein, die von Terminen wissen müssen
  • Etabliere regelmäßige Routinen und plane diese mit ein
  • Für verschiedene Zyklusphasen können entsprechende Vorlagen erstellt werden, die du immer wieder nutzen kannst um Zeit bei der Planung zu sparen. 

Wie arbeitest du Produktivität in deinen Alltag ein? Unterstützt du deine Gesundheit ganz bewusst damit?

Shownotes:

Kati’s Show kannst du außerdem hier finden:
Apple Podcast
Spotify

Kati’s Show bei Social Media:
Facebook: Kati Siemens Nutrition
Instagram: katis_siemens
Website: www.katisiemens.com